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Ryo's Diary « Kapitel 03

Der Auftrag I

Morgengrauen
Diesmal hat mich das Brummen aus den Albträumen geweckt. Es war lauter als an jenem Morgen meines Erwachens und schickt mich nun auch noch in diese zugige Kälte des Morgens. Der Wind pfeift doch stärker um die Felswände als ich es am gestrigen Abend dachte und zeigt mir nun, was wahrer Frost ist. Ich werde wohl auf die Jagd gehen, um mir ein befelltes Tier nützlich zu machen - ich habe keine Lust mir in dieser Einöde den Tod zu holen.
Hätte ich doch bloß mein gestriges Versprechen an mich selbst gehalten und wäre bis zur nächsten Stadt gewandert ...

Mittag
Verständlich, dass mich die Stadtbewohner schief angucken, wenn ich mit zerrissenen Kleidern und mit einem spärlichen Brobak-Bärenfell bekleidet, in eine zivilisierte Gesellschaft hereinplatze. Dennoch habe ich das Gefühl, dass mit dieser Stadt etwas nicht stimmt und ich werde deshalb die nächste Schenke aufsuchen, um mich nach Arbeit, einer Unterkunft und dem Befinden des Stadtbildes zu erkundigen.

Mit nur einem Mund voll Sätzen gab mir der Wirt Antwort auf all meine Fragen. Ein gehörnter Dämon soll in der Nähe einer alten Kathedrale aufgetaucht sein und versetzt nun in den sonst so ruhigen Nächten, die Bürger in Angst und Schrecken. Das klingt wie ein leicht zu klärender Narrenstreich in meinen Ohren. Aber Geld ist Geld und schenken tut es mir eh niemand.

Nachmittag
Man versprach mir fürstlichen Lohn, eine Unterkunft, sowie Schwert und Rüstung, wenn ich nur dieses Ungetüm zur Strecke bringen würde, also nahm ich selbstverständlich an. Ich weiß nicht ob ich überhaupt kämpfen, geschweige denn einen Dämonen bezwingen kann, aber ich bin wirklich neugierig auf das was mich in den Gemäuern erwarten wird.
Ein Gefühl wie loderndes Feuer bei dem Gedanken daran, wirklich ein Monster zu töten, lässt mich hoffen, dass ich mich nicht allzu ungeschickt am morgigen Tag anstellen werde.

Nacht
Was soll ich sagen? Ich bin aufgeregt wie ein Blumenmädchen bei einer Hochzeit und sehe mich schon jetzt mit einem Sack voller Gold gen Norden reiten. Nur das lauter werdende Brummen macht mir noch Sorgen ...

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