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Ryo's Diary « Kapitel 27

Ein bekanntes Gesicht

Noch immer Mittag
Für einen kurzen Moment erkannte ich das schmale Gesicht Gyrunns vor mir. Doch ich war mir sicher, dass er es nicht sein konnte, da er unmöglich das Gebiet der fliegenden Schatten allein hätte passieren können, und versuchte weiter diesen Irrsinn von mir zu schütteln.
Das Lachen Cyralls war unerträglich. Ich sank langsam auf meine Knie und spürte wie dieses grausame Gefühl, welches sich mittlerweile durch meinen ganzen Körper zog, mir langsam die Kräfte nahm. Immer wieder und wieder schlug ich mit der Stirn auf den harten, vertrockneten Boden und als das Blut warm von meiner Stirn rann, verstummte Cyrall und schaute nur noch ernst zwischen dem Wesen und mir hin und her. Aus reiner Neugier an meinem Gegenüber hob ich wieder meinen Blick und mit einem Mal war meine Sicht wieder klar und ich konnte das laute Brummen fast ignorieren. Zwar hatte er seine Kleidung geändert und sein Haar hatte er durch einen Zopf nach hinten gebunden, jedoch war er es ohne Zweifel - Gyrunn.

Gerade als ein Lächeln der Erleichterung meine Miene erfüllen wollte, kam er mir lächelnd einen Schritt entgegen. Er fragte ob ich noch immer nicht verstehen würde und ich schüttelte nur den Kopf. Sein Lachen erfüllte die eisige Luft um uns herum und ließ es mir kalt den Rücken herunterlaufen.

Er erzählte mir, wie er mich beobachtet hatte. Wie er mir auch den verwirrenden Weg durch Fulkandrin ebnete und mich in den Höhen des Turms testete. Es war die ganze Zeit sein kleiner, geschmackloser Test. Er erklärte mir auch, dass er mich für das magische Wesen vorgesehen hätte, dass ich ein geeigneter Untertan Saroths wäre und dass Cyrall nur zur Vorsicht mitgekommen war um zu sichern, dass ich mich nicht gegen ihren Willen stellen würde.
Erschrocken wich ich von beiden zurück und ergriff den Griff Damiaz' mit der linken Hand. Ich wurde also tatsächlich entführt - von beiden. Und all das war nur eine aufwendige Art, mich für ihre Zwecke zu rekrutieren?
Gyrunns Lachen wurde zu einem Lächeln als er erkannte, dass ich nicht folgen würde und mit einer sanften Handbewegung schickte er Cyrall von uns weg. Er nickte mir zu und sein Lächeln versiegte als er einen langen Stab schwebend vor sich erscheinen ließ und diesen mit der rechten Hand ergriff.

Ein Kampf war nun unausweichlich und ich wusste weder um Gyrunns wahres Können, noch wusste ich ob Cyrall sich bis zum Ende raushalten würde.

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