banner

Ryo's Diary « Kapitel 26

Die dritte Welt

Morgengrauen
Ich habe das erste Mal seit meinem Erwachen wirklich friedlich geschlafen und das Morgenmahl war vorzüglich. Das Schwert ist geschärft und der Bauch halb gefüllt. Ein weiteres Mal - und nun fühle ich mich wirklich bereit für die Schlacht. Ich hoffe nur, dass dieser königliche Morgen nicht mein letzter ist ...

Vormittag
Wir kamen schneller am Ort unserer finalen Schlacht an als erwartet. Nur wenige Schritte legten wir zurück, als uns auch schon ein Sog aus dem Nichts an diesen Ort brachte.
Hier ist nichts - absolut nichts. Ich vernehme keine Laute, keine Stimmen - und alles Leben scheint zu Stein geworden zu sein. Wie Statuen ragen laublose Bäume aus Stein dem Himmel entgegen. Jedes Tier das hier einmal gelebt hatte ist auf sein Skelett reduziert. Ist DAS die dritte Welt? Wo war oder ist dann diese magische Wesen? Oder ist dies hier etwa ihr Thron?

Mittag
Ich traute meinen Augen kaum, als ich mich weiter in dieser Einöde umsah und die Gebeine der geflügelten Schatten erblickte. Diese Kreaturen schienen uns unbesiegbar, doch den Wesen in dieser Welt oder Gegend konnten sie scheinbar nichts anhaben.

Cyralls Lächeln war verschwunden. Als ich sie gerade nach einer Erklärung und unserem weiteren Weg fragen wollte, schloss sie nur die Augen und deutete mit einer Kopfbewegung hinter mich. Ich erschrak als ich mich umdrehte und machte sogleich einen großen Satz zurück. Hinter mich hatte sich eine kleine, unscheinbare Kreatur geschlichen, welche mich nun eingehend von oben bis unten musterte. Ich zog hastig Damiaz aus seiner Scheide und hielt die blitzende Klinge direkt vor das Gesicht meines Gegenübers. Ich wich noch weiter zurück und versuchte dicht bei Cyrall zu bleiben - auf alles gefasst was kommen konnte.

Doch plötzlich fing Cyrall an zu lachen und zog den geschwungenen Dolch Gyrunns unter einer der schweren Stofflagen hervor. Ich lächelte, nichts von dem verstehend was hier eigentlich ablief, und als ich mich wieder der Kreatur zuwandte, wurde das Brummen mit einem Mal unerträglich laut. Lauter als an dem Tag, an dem wir dem wurmartigen Ungetüm gegenüberstanden. Ich hielt mir die Ohren zu, ließ dabei Damiaz aus den Händen fallen und versuchte mit aller Kraft meinen Zustand abzuschütteln. Meine Sicht war plötzlich verschwommen und - hätte eine Frau geschrien, ich hätte es nicht gehört. Nur das Lachen Cyralls dröhnte noch in meinen Ohren.

Kapitel 26Es wurde mit jeder Sekunde unerträglicher und schmerzhafter. Cyralls Lachen wurde dumpfer und tiefer und ähnelte bald dem eines Mannes. Ähnlich dem, welches ich damals in meinen Träumen vernahm. Als ich die Augen öffnete, sah ich das Wesen verzerrt vor mir und nach weiterem Augenreiben, erkannte ich etwas, was mir den Atem nahm ...

« Voriges Kapitel || Kapitel-Auswahl || Nächstes Kapitel »

Navigation: Startseite | Galerien | Comics | Ryo's Diary | Kontakt | Impressum
18.10.2019, 23:45 Uhr Besucher: 329477 | Online: 1

rtop

Umfrage:

Welche Galerie ist dein Favorit?

Shadowblood

Shadowblood X

Abstract Detail

Diverse Illus

rbot