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Ryo's Diary « Kapitel 24

Innerster Stadtteil

Morgengrauen - Nahe des innersten Stadtteils
Eine kurze doch ruhige Nacht liegt hinter uns.
Schon bevor sich meine Augen öffneten, war Cyrall bereits dabei, ihre Sachen zu richten. Ihre Vermummung hatte sie bereits am gestrigen Abend wieder angelegt und mir schossen sofort Gedanken um Gyrunn durch den Kopf.
Ich schüttelte die Gedanken jedoch schnell wieder von mir ab. Ich musste ihn tot glauben. Alles andere würde uns vom Erreichen unseres Zieles nur abbringen. Die Klinge meines Schwertes schimmert stärker und schärfer als je zuvor. Auch meine restlichen Sachen sind schnell gepackt und von mir aus kann es sofort losgehen - auf zur magischen Bestie.

Vormittag - Innerster Stadtteil
Sofort als wir den ersten Fuß auf den Boden des innersten Stadtteils setzten, atmete Cyrall sichtbar erleichtert auf und löste wieder die Vermummung um ihr schmales Gesicht. Sie klärte mich mit einem zufriedenen Lächeln darüber auf, dass wir hier, im Innersten Stadtteil, keine Angst vor der Nacht zu haben bräuchten, da die geflügelten Kreaturen sich aus dem Territorium der magischen Bestie fernhalten würden. Das am Morgen noch recht laute Brummen ist wieder leiser geworden und ich hoffe es lässt mich nie im Stich - so nervtötend es auch manchmal sein mag.

Mittag
Das Brummen ist inzwischen fast völlig verstummt und ich zweifle allmählich an der Richtigkeit unseres Weges. Haben wir uns verlaufen oder will mich Cyrall in eine Falle locken? Dann wäre es bisher ein mörderischer Aufwand gewesen und sie hätte sich als wahrer Meister des Schauspiels entpuppt. Ich mache mir wohl zu viele Gedanken ...
Ich folge Cyralls Führung bisher einige Schritte entfernt um ihr Verhalten beobachten zu können. Sie scheint unglaublich ruhig und das passt nur zu gut mit dem verschwundenen Brummen in meinem Schädel zusammen. Ich versuche meine negativen Gedanken ihr gegenüber in Vergessenheit zu begraben und mich auf die bevorstehende Zeit zu konzentrieren.

Abend
Einen ganzen Tag wanderten wir. Ohne Angreifer, Fallen oder sonstige unerwünschte Vorkommnisse. Es war fast wie ein Spaziergang ... Aber genau das war es, was ich noch gestern niemals erwartet hätte. Zwar sind auch hier die Häuser teils eingestürzt, teils abgebrannt - doch wachsen hier auf ungepflegten, kleinen Feldern noch Früchte, die nur auf ihre Ernte warten. Sogar ein kleiner Bach, welcher wie eine kleine Grenze durch den Innersten Stadtteil verläuft, plätschert ruhig neben unseren Schritten.

Dieser Schmerz, der mir jetzt durch mein Kneifen in meinen Oberarm fährt, beweist mir, dass ich nicht träume. Wir sind im Paradies - und das nahe unseres großen Kampfes. Welch Ironie ...

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