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Ryo's Diary « Kapitel 23

Das Geheimnis der Ringe

Morgen - Innenstadt
Auch wenn mein Schlaf durchgehend von heftigen Albträumen unterbrochen wurde, fühle ich mich wesentlich wohler als in der gestrigen Nacht. Der Morgen ist hier mehr als an allen anderen Orten, der sicherste Teil des Tages. Dies ist mir nun klar geworden. Doch schaudert es mich, wenn ich an die ominöse Bestie der Magie denke, welche Cyrall immer wieder als nahezu unbesiegbar beschreibt.

Sie erzählte mir nach kurzem aber tiefem Schlaf von einem weiteren Turm, welcher in eine dritte Welt führen soll und nun verstehe ich den Zusammenhang. So wie das Fulkandrin meiner Welt in drei Ringe unterteilt ist, so wie diese Welt hier in drei Bereiche unterteilt ist, so ist wohl auch das Reich der Bestie, oder desjenigen der über sie herrscht, in drei Welten unterteilt.

Der Ring des armen Volkes, ist hier meine Welt. Der Ring des Adels und der Ritter, ist hier die Welt, in der die fliegenden Schatten die Nacht beherrschen und in der Cyrall und Gyrunn leben. Der innerste Ring, in welchem in meiner Welt der Turm steht, der den Standpunkt des Königs symbolisiert, ist hier die Welt, in der diese Bestie thront.

Ich versuche mich also an die Eigenschaften der einzelnen Ringe meines Fulkandrins zu erinnern und fasse zusammen:
Der innerste Ring war der kreisförmigste Teil der Stadt. Dieser war ziemlich offen und weniger bebaut als der zweite und wurde stets von vier kleineren Türmen bewacht, in welchem sich jeweils zwei bis drei Wachen aufhielten. Der zweite Ring war dichter bebaut und hatte durch seine vielen Wege, Straßen und Mauern etwas von einem Labyrinth. Bewacht wurde er lediglich an den Passagen zum inneren und zum dicht bebauten und eigentlich nie wirklich bewachten, äußeren Kreis.
Im Zentrum des innersten Teils ragte der turmförmige Bau des Herrschers, welcher mich in diese Welt geführt hatte.
Dies würde bedeuten, ich hoffe es zumindest, da ich mich sonst an nichts klammern kann, dass sich der Kreis schließen würde, sobald ich das "Ende" der dritten Welt erreicht habe. Alle drei Welten müssen somit miteinander verknüpft sein. Wie ein Dreieck dessen Eckpunkte die Welten darstellen.

Nachmittag
Ich fühle mich gar nicht gut.
Das liegt nicht an den Gedanken an die bevorstehende Reise, sondern an dem Fraß, den wir Nahrung nennen durften. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals Abfälle, rattenähnliche Kreaturen und Kadaver freiwillig anrühren würde, geschweigedenn, dass ich sie esse ... Zu was einen das Verhungern doch nicht alles führen kann ...
Ein Gutes hat es jedoch, denn meine Blutvorräte sind erneut gefüllt, mein Magen ist es auch mehr oder weniger und wir haben beide - vor allem Cyrall - wieder Kräfte gesammelt um morgen die Reise fortsetzen zu können.

Ich werde nun noch etwas Feuerholz sammeln, unsere Verbarrikadierung auf Lücken prüfen und Damiaz' Klinge schärfen, denn ich vermute, dass wir keinen Spaziergang vor uns haben - auch wenn Cyrall bisher noch kein Wort darüber verloren hat.

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