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Ryo's Diary « Kapitel 22

Gejagt

Anbrechende Nacht - Anderes Ufer
Die Schreie kamen näher und näher, ganz gleich wie schnell wir rannten und ich spürte die eisige Kälte die sie mit ihren Schreien und Schwingenschlägen vor sich warfen in meinem Nacken. Cyrall hatte eine Art kleine, schwebende Fackel vor uns gebildet, welche uns den Weg ausreichend leuchtete, doch genau dieses Licht schien die Kreaturen direkt zu uns zu führen. Panik erfüllte mich und auch Cyrall schien deutlich von der Angst erfüllt.

Ich hoffte, als sie sagte dass wir auf der anderen Seite der Brücke Rast machen würden um den Kreaturen nicht in die Hände zu fallen, dass es in der angrenzenden Innenstadt nur so von Unterschlüpfen wimmeln würde. Doch dies erwies sich als ein unerfüllter Wunsch, denn sämtliche Bauten waren eingestürzt oder unzugänglich gemacht. Scheinbar hatten hier die Bewohner versucht, sich vor den Kreaturen der Nacht zu verbarrikadieren, indem sie ihre gesamte Inneneinrichtung vor und hinter den Türen stapelten - wohl erfolglos ...

Nacht - Innenstadt
Wir wichen den Kreaturen mit viel Glück und Geschick aus und Cyralls mächtige Feuerbälle erwiesen sich als recht nützlich, jedoch war weder ein Ablassen der Wesen, noch ein Ende dieser Hetzjagd in Sicht.

Gerade als die Wesen bedrohlich nahe waren, fanden wir schließlich ein kleines, altes Haus, welches sowohl unbeschädigt, als auch zugänglich war und wir stolperten durch die offenen Türen. Schnell hatte Cyrall ihre Fackel gelöscht und stemmte sich mit mir gegen die Eichentüren um sie zu schließen. Wir sackten wie tot vor Erschöpfung zusammen als wir die Türen hinter uns geschlossen hatten und wagten erst dann wieder das Atmen, als die Schreie, einer nach dem anderen, über das Dach hinweggefegt waren.
Es dauerte eine Weile bis ich wieder ruhig atmen konnte, doch Cyrall schien noch stärker geschwächt als es zu unserer Ankunft schien. Der Kampf gegen das Gewürm, die stets brennende Fackel, welche uns den Weg bis hierhin geleuchtet hatte, und die Feuerbälle um die fliegenden Schatten von eben auf Distanz zu halten waren einfach zuviel für sie.

Da fällt mir Gyrunn wieder ein ...
Selbst wenn er in absoluter Dunkelheit sehen kann - er kann diese zahlenmäßige Überlegenheit nicht überlebt haben. Oder doch? Vielleicht ist er auch nicht tot sondern ruht sich wie wir in einem der wenigen Verstecke aus? Cyrall erzählte von der Fähigkeit, Wesen durch Raum und Zeit zu werfen. Vielleicht ist Gyrunn einfach nur an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit? Doch wo sollen wir ihn dann suchen? Und wann?
Ich werde mir dieses Thema wohl für den nächsten Tag aufheben, da mich die Erschöpfung keinen klaren Gedanken mehr fassen lässt.

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