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Ryo's Diary « Kapitel 21

Geflügelte Schatten

Auf der anderen Seite - Abend
Dank dem hohen Geschick, welches sowohl Cyrall, als auch mir wohl angeboren war, schafften wir es, die große Kluft in der Brücke zu überwinden und erreichten die andere Seite des Flusses kurze Zeit später unbeschadet. Diese schäbige Kreatur hatte uns viel unserer kostbaren Zeit beraubt und der Tag ging sichtbar seinem Ende zu.

Zwar wusste ich nicht um die Stärke der Kreaturen, die hier die Nächte beherrschten, jedoch ahnte ich Schreckliches, da das Brummen, welches eben noch zusammen mit der Kreatur den Fluss fortgespült wurde, lauter und lauter wurde.
Cyrall rannte sofort nach der Ankunft am anderen Ufer los und auch ich brauchte keinen Befehl um die Beine in die Hand zu nehmen. Wir rannten um unser Leben. Mit jeder Sekunde zunehmender Dunkelheit wurde ich unsicherer. Konnten diese Wesen wirklich stärker sein als dieser Wurm von eben? Warum brummte es dann noch lauter in meinem Kopf als ich dem Wurm so nahe war?

Langsam hielt ich inne und schaute mich suchend um. Kein Wesen war weit und breit auszumachen und ich konnte keinen geringsten Laut vernehmen - außer den des nun weit entfernten, tosenden Flusses. Auch Cyrall blieb abrupt stehen und rief mir zu, dass ich mich nicht umdrehen solle. Natürlich - ich tat es doch. Und als ich ihr den Rücken kehrte, erschrak ich. Direkt vor mir, schwebend in der Luft, formte sich eine Gestalt mit vier Flügeln, wie Nebel an kalten Morgenden. Zuerst fürchtete ich mich und wich langsam wenige Schritte zurück, doch dann dachte ich an das Brummen in meinem Kopf und fasste Mut.

Ich rief Cyrall zu, dass ich um die geringe Stärke der Wesen wüsste und dass sie keinen Grund hätte vor ihnen davonzulaufen, als sie mich auch schon aufklärte. Sie rief, dass die körperliche Stärke der Wesen nicht das Problem sei, sondern vielmehr ihre einmalige Fähigkeit. Ein neues Rätsel tat sich mir damit auf und ich wollte dessen Lösung nicht austesten wenn Cyrall solch ein angsterfülltes Gesicht dabei anlegte.
Sofort ließ ich vom Griff Damiaz' ab und machte auf einem Fuße kehrt. Das Wesen hatte sich vollends materialisiert und schrie, wie ein Kind zu seiner Geburt, der Nacht entgegen. Mich durchfuhr ein eiskalter Schauer als dieser Schrei aus allen Himmelsrichtungen scheinbar erwiedert wurde und die anbrechende Nacht erfüllte. Kaum auf Cyralls Höhe angekommen fragte ich sie nach der besonderen Fähigkeit und sie erklärte mir knapp, dass sie alles und jeden durch bloße Berührung durch Zeit und Raum werfen könnten.

Kapitel 21Nun verstand ich ihre Angst und rannte noch schneller ...

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