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Ryo's Diary « Kapitel 17

Die Entführung

Unbekannter Platz
Langsam schauten Gyrunn und ich uns um, doch schien es die fremde Gestalt ziemlich eilig zu haben und schob uns vor sich her. Die Architektur war die gleiche wie die in Fulkandrin, doch schien sie hier älter und dunkler zu sein. Wie auch in Fulkandrin waren die Straßen hier wie leer gefegt und glichen einem leichen- und gräberlosen Friedhof. Die verhüllte Gestalt hatte seine Flammen-Schlangen im Keller zurückgelassen und schien sich dennoch sehr sicher zu fühlen.
Gyrunn und ich waren uns wohl einig - das sah ich seinem Blick an. Wir könnten unseren "Entführer" mühelos zur Strecke bringen und von hier verschwinden, doch gerade diese ausstrahlende Ruhe des Fremden machte uns neugierig und so ließen wir uns von ihm in den dichter bebauten Teil dieses Ortes führen.

Innenstadt
Als wir die schmaler werdenden Straßen durchschritten, fiel uns erst der Turm auf, welcher scheinbar genau in der Mitte der Innenstadt dem Himmel emporragte. Ich schaute mich genauer um und auch Gyrunn konnte seine Augen nicht an einem Fleck lassen. Dies war eindeutig der Ort, an dem ich Gyrunns Taten das erste Mal bemerkte - nur waren wir hier nicht in der Stadt Fulkandrin ... oder doch?
Der Fremde drängte uns immer wieder voran und schaute dabei in regelmäßigen Abständen gen Himmel, als wolle er einen bestimmten Ort mit uns erreichen, bevor es anfing zu regnen.

Anwesen
Die Nacht brach gerade herein, als uns die vermummte Gestalt mit einer Hand durch beschlagene Türen stieß. Sie drehte sich wie panisch um, verriegelte die Türen schnell mit einem schweren Holzbalken und sackte schließlich langsam an die Tür gelehnt in die Knie.
Gyrunn hockte mürrisch, fast beleidigt, in einer der dunkleren Ecken der spärlich beleuchteten Empfangshalle. Wir waren wohl beide nicht gerade erfreut über die anscheinend sinnlose Entführung und Gyrunn stand es im Gesicht geschrieben, dass er an Gefangenschaft dachte. Wir beobachteten die Gestalt und ich fragte mich gerade was nun folgen würde - als grelle Schreie von draußen durch die verriegelten Fenster lärmten.

Die vermummte Gestalt schnellte aus ihrer Hocke herauf und überprüfte die Verriegelung der Türen und Fenster erneut. Gyrunn verzog keine Miene und auch ich blieb, trotz des wieder lauter werdenden Brummens in meinem Schädel, relativ ruhig. Gyrunns Augen blitzten schließlich vor Neugierde hell auf, als die Gestalt langsam begann die Vermummung um ihren Kopf herum zu lösen ...

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