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Ryo's Diary « Kapitel 14

Blinder Kampf

Nacht - Saal
Inzwischen war es sicher Nacht über Fulkandrin geworden und es herrschte somit völlige Dunkelheit innerhalb und außerhalb des Turms. Ich konnte dem ersten Schlag Gyrunn's gerade noch ausweichen und versuchte mich in purer Finsternis zu verschanzen, doch schienen meine Gegner auch bei diesem Licht beste Sicht zu haben und verloren mich daher nicht aus den Augen. Ich konnte mich lediglich auf meine Ohren und meinen Instinkt verlassen, denn meine Augen brachten mich hier keinen Schritt weiter.
Ich verzweifelte nahezu. Blind hatte ich sicher nie zuvor gekämpft und meine Gegner hatten mir gegenüber eindeutig einen gewaltigen Vorteil, so dass ich somit wohl chancenlos war. Den von mir entdeckten Schwachpunkt des einen konnte ich vergessen. Wie sollte ich auch einen Schwachpunkt ausnutzen können, wenn ich nicht einmal dessen Zeitpunkt sehen kann?

Weit und mit voller Kraft schlug ich mit meinem Schwert in die Richtungen aus, in denen ich eine Bewegung meiner Feinde vermutete und schlug versehentlich mit der Klinge gegen die hier trockene Mauerwand. Funken sprühten grell von der Wand und erhellten für einen kurzen Augenblick die finsteren Hallen. Ich erschrak als drei schmale, dunkle Gesichter direkt vor meinen Augen aufblitzten. Mit verzerrtem Gesicht versuchten die drei, ihre Augen vor dem wohl schmerzenden Licht zu schützen. Ich nutzte diesen Moment und schlug mit weitem Bogen auf meine Gegner zu und streifte dabei absichtlich die trockene Wand erneut.
Ein rasches Zusammenzucken meiner Gegner war im Lichtschein zu erkennen und ich hatte zwei von ihnen am Bauch erwischt. Hohe Schreie ertönten für einen Moment und hallten lange in den Hallen nach. Zwei meiner Gegner waren besiegt, als sie sich auf dem Boden vor mir vor Schmerzen zusammenkrümmten und die Schreie langsam verstummten.

Nun musste ich wirklich vorsichtig sein.
Bei vier oder mehr Gegnern auf engerem Raum war es eigentlich ein Leichtes, mindestens einen aus purem Zufall zu treffen, doch weniger stellten eine ernstzunehmende Bedrohung für mich dar. Ich versuchte also alles auf eine Karte zu setzen und ging in die Offensive. Ich schlug wie wild mit meinem Bastardschwert um mich, mit der Hoffnung, einen meiner Gegner zu erwischen und schritt unaufhaltsam dabei in die Mitte des großen Saals.

Ich hörte ein schneidendes Geräusch, einige hastige Schritte und das Singen der Klinge in der kalten Luft des Raumes. Noch einen hatte ich erwischt und es schienen noch zwei weitere anwesend zu sein. Mein altbekannter Feind und einer seiner Schergen.

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