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Ryo's Diary « Kapitel 12

Fulkandrin V - Der innere Ring

Nachmittag
Ich folge nun schon seit einer geschlagenen Stunde seltsamen Geräuschen und ängstlichem Wimmern durch die Gassen und Straßen des zweiten Ringes. Bin ich dem Mord nahe, verstummen die Laute auch schon wieder. Es ist ein wahres Katz- und Mausspiel ...
Die dunkle Gestalt scheint längst zu wissen, dass ich ihr folge und sie will mich mit Sicherheit locken, sonst wäre auch ich ihr wohl schon zum Opfer gefallen. Ich werde jedoch weiterhin Abstand nehmen und mich mit dem Rücken an die Hauswände gelehnt bewegen um nicht doch noch einem Meuchelmord zum Opfer zu fallen. Wie ein Schatten taucht die Gestalt an einer Ecke auf und ist auch gleich darauf wieder verschwunden. Ein Stürmen bringt nichts, denn seine Schnellig- und Geschicklichkeit scheinen übernatürlich aus meiner Sicht.

Ich versuche noch immer ein Muster aus seinen Bewegungen herauszulesen ...
Einen Schwachpunkt scheint er jedenfalls zu haben. Er ermordet stets zwei oder drei Personen, je nachdem welche Entfernungen zwischen ihnen liegen, und macht dann eine kurze Pause. Es ist stets nur ein kurzer Moment, doch mehr Chancen habe ich bisher nicht.

Passage zum inneren Ring
Ich passte einen Moment lang nicht auf und habe nun den Mörder aus den Augen verloren. Eine seltsame Atmosphäre herrscht, da das laute Brummen wieder leiser wird und auch kein anderes Geräusch durch die leeren Straßen tönt. Ich schaue mich hier weiter um und halte nach einem Vorbeihuschen des Schattens Ausschau. Die Straßen scheinen nun wirklich tot zu sein ...

Innerer Ring
Ich schlich so leise wie irgend möglich durch die Passage zum inneren Ring um dort weiter nach seinen Spuren Ausschau zu halten, doch nichts rührte sich und kein Laut war mehr zu hören. Als ich schließlich nahe des Eingangs vom großen Turm Fulkandrins war, machte der Übeltäter auf sich aufmerksam.
Ich spürte seinen erhitzten Atem an meinem Nacken und die kalte, lange Klinge des Dolches an meiner Kehle. Mit mir fremden Akzent sagte er mir, dass ich ihm folgen solle und ich nickte nur zaghaft angesichts dieser auswegslosen Situation. Erst als er ruhigen Schrittes etwas Abstand zwischen uns geschaffen hatte, fiel mir das Brummen in meinem Schädel wieder auf. Es wurde leiser - mit jedem Schritt den er sich von mir entfernte. Das musste er sein. Der Grund für das tägliche Brummen in meinem Schädel. Also umfasste ich fest den ledergebundenen Griff Damiaz' und folgte ihm mit einer merkwürdigen, inneren Ruhe.

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