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Ryo's Diary « Kapitel 10

Fulkandrin III - Der erste Ring

Nacht
Gerade schlief ich fest und auch in die verschmutzten Straßen des äußeren Ringes war Ruhe eingekehrt, als mich ein gewaltiges, lautes Brummen aus meinem Schlaf riss. Es war so plötzlich und laut, wie ich es nie zuvor vernahm und ich schrak auf um, auf dem Dach der Baracke liegend, nach einem Ursprung zu suchen.
Ich schaute mich um und zwickte mich, um sicher zu gehen, dass all dies kein Traum war. Die Straßen waren ruhig, keine der hölzernen Mastlaternen war noch beleuchtet. Als ich mich weiter umsah, vernahm ich nur vereinzelnd schlafendes Volk an die Mauern gelehnt. Ich blickte über die Mauern hinweg. Dorthin, wo einst mein Lager lag und ich sah tatsächlich ein schwaches Licht an genau dieser Stelle. Ich kniff die Augen fest zusammen und als ich mich langsam an die Dunkelheit gewöhnt hatte, sah ich, schwach von einem kleinen Feuer erhellt, die Schemen eines sitzenden Mannes und die eines grasenden Pferdes.

Also stieg ich die Treppen hinab um mir der Sache Klarheit zu verschaffen, als der Boden unter meinen Füßen nachgab. Ich fiel unsanft zu Boden und landete direkt auf dem Straßenpflaster. Vor meinen Augen lag ein zerbrochener Spiegel, welchen scheinbar jemand aufgrund seines Zustandes aus dem Fenster geworfen hatte und ich konnte mein verzerrtes Spiegelbild darin erkennen. Ich erschrak. Nicht wegen meines lächerlichen Aufzuges, sondern vielmehr, weil ich dieses Gesicht nicht kannte.

Straße
Streiche der Nacht? Ein böser Traum aus welchem ich aus eigener Kraft nicht erwache? Die Folgen einer Trunkenheit an die ich mich nicht erinnern kann? All diese Gedanken gingen mir durch den Kopf - und so ging ich vorerst die Straße hinunter, bis hin zum nördlichen Stadttor, welches ich vor knapp drei Tagen passierte.

Vor den Toren
Ich durchwanderte ein zweites Mal die nördlichen Tore und wunderte mich über den unbewachten Durchgang. Genau hier standen immer zwei Wachen, beide lediglich mit einem Kurzschwert bewaffnet und sie ließen niemanden zu Zeiten der Nacht in die Stadt hinein oder hinaus.
Ich ließ es gut sein und nahm mir wieder mein damaliges Nachtlager als Ziel. Der Hügel kam mir steiler vor als ich es in Erinnerung hatte und dies lag nicht am Unterschied zwischen auf und ab. Ich fühlte mich alt und gebrechlich seit dem Zeitpunkt meines Erwachens auf dem Dach und ich kam völlig erschöpft auf der Spitze des Hügels an, als mir die Beine wegknickten, meine Augen schwer wie Blei wurden und ich zusammenbrach ...

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